Verein Kinderherzen retten e.V.

Roland Mack ist Schirmherr und Unterstützer des Vereins "Kinderherzen retten e.V."

Über 150 Kinder aus der ganzen Welt konnten in Freiburg erfolgreich am Herzen operiert werden // Ein Besuch im Europa-Park ist die beste Genesung
Test testRoland Mack freut sich mit dem kleinen Carlos über die erfolgreiche Operation.

»Allein schon der Name Mack ist für uns ein wichtiges Zugpferd und der Europa-Park ist fantastisch. Eine bessere Genesung gibt es für ein Kind gar nicht, als ein Besuch im Park nach einer gelungenen Operation.«

Professor Friedhelm Beyersdorf

Sie kommen aus der Mongolei, El Salvador oder Laos. In ihrer Heimat haben sie so gut wie keine Chance zu überleben. Das mongolische Mädchen Hirme ist sieben Jahre alt, wiegt nur 18 Kilo und kommt schnell aus der Puste. Dem stillen Kind fehlt die Scheidewand zwischen den beiden Vorkammern des Herzens. Sie ist kaum belastbar, hat Rhythmusstörungen und oft blaue Lippen. Wenn die anderen draußen toben, muss sich Hirme schonen.
Die medizinische Versorgung in ihrem Heimatdorf Buutsagaan ist dürftig. Es gibt keine Möglichkeit, das Mädchen in der Mongolei zu behandeln. Ihr Zustand verschlechterte sich, sie benötigte dringend eine Herzoperation. Ihr deutscher Onkel lebt mit seiner mongolischen Frau in Ulan Bator, der Hauptstadt des Landes, und hat den Kontakt nach Freiburg hergestellt. Hier hilft der Verein „Kinderherzen retten e.V.“ Kindern, die außerhalb Europas mit einem Herzfehler auf die Welt kommen. „Wir haben den Verein 2002 gegründet“, erzählt Professor Friedhelm Beyersdorf, ärztlicher Direktor der Herz- und Gefäßchirurgie der Universitätsklinik Freiburg und ärztlicher Leiter des Projektes „Kinderherzen retten e.V.“.

Europa-Park-Chef Roland Mack ist Schirmherr

Über 150 Kindern hat dieser Verein bisher schlicht das Leben gerettet. Auch Hirme wurde in Freiburg behandelt, drei Stunden dauerte die Operation. Der Verein ist auf Spenden und Unterstützung angewiesen, daher freut sich Beyersdorf besonders über die Familie Mack und den Europa-Park. „Das ist eine wahnsinnig tolle Sache. Allein schon der Name Mack ist für uns ein wichtiges Zugpferd und der Europa-Park ist fantastisch. Eine bessere Genesung gibt es für ein Kind gar nicht, als ein Besuch im Park nach einer gelungen Operation. Roland Mack ist nicht nur als Schirmherr sehr wichtig für uns. Auch die vielen Spenden, die im Europa-Park immer wieder gesammelt werden, ermöglichen uns die Operationen“, erklärt Beyersdorf.
Als Beyersdorf 1994 nach Freiburg an die Universitätsklinik kam, hat er gemeinsam mit Kollegen peu-à-peu die Kinderherzchirurgie aufgebaut. Etwa 200 Kinder aus Baden-Württemberg mit Herzfehler werden hier inzwischen jährlich operiert. „Damals habe ich gedacht, was wir in Deutschland den Kindern ermöglichen, müsste doch auch in anderen, ärmeren Ländern möglich sein, die keine so gute medizinische Versorgung haben wie wir. So entstand die Idee, diesen Verein zu gründen“, erzählt der leitende Arzt.
Operiert werden nur Kinder, deren Herzfehler mit einer einmaligen Operation komplett behoben werden kann und die in der Regel danach eine ganz normale Lebenserwartung haben. Zwölf bis fünfzehn Kinder werden jährlich mit Hilfe des Vereins gerettet. Gemeinsam mit den Ärzten vor Ort beurteilen die Freiburger Kinderkardiologen die Befunde und entscheiden, ob das Kind für eine Operation in Frage kommt. Das „Herzkind“ reist dann mit einem Elternteil nach Freiburg und wird in der Kinderkardiologie aufgenommen. Sieben bis zehn Tage nach der Operation können die kleinen Patienten schon in Gastfamilien in Freiburg entlassen werden und nach insgesamt etwa vier Wochen wieder die Heimreise antreten.

Professor Friedhelm Beyersdorf, ärztlicher Leiter des Projektes „Kinderherzen retten e.V

„Days of Steel“ im Europa-Park und Benefizfußball für „Kinderherzen retten e. V.“

Auch echte Harleyfahrer haben ein großes Herz für Kinder. Seit neun Jahren treffen sie sich zur knatternden Harleyparade, den „Days of Steel“ durch die europäischen Themenbereiche im Park. Bis zu 10.000 Euro werden dabei jährlich gesammelt und an den Verein „Kinderherzen retten e.V.“ überreicht. Auch sportliches Engagement kann Leben retten, das bewies ein Benefizspiel des SC Freiburg gegen den FC Basel mit Unterstützung des Europa-Park. Der Reinerlös der Partie in Höhe von 20.000 Euro wurde ebenfalls an „Kinderherzen retten e. V.“ gespendet. Schirmherr Roland Mack konnte die Fußballer davon überzeugen, dass das Geld Menschenleben rettet.

„Mir gefällt, wie transparent und sparsam mit den Spenden umgegangen wird und wie effektvoll sie für die Kinder eingesetzt werden“, sagt Professor Brigitte Stiller, Ärztliche Direktorin an der Klinik für Angeborene Herzfehler der Uniklinik Freiburg, und ergänzt: „Kindern zu helfen ist eine besonders schöne Aufgabe, ich bin immer sehr glücklich, wenn wir einem herzkranken Kind aus einem armen Land das Leben retten können.“
Endlich kann auch Hirmes Mutter wieder lächeln. Natürlich hatte sie Angst um ihr Kind, hatte sie auch Bedenken, ob die große Operation in einem fremden Land, wo sie die Sprache der behandelnden Ärzte nicht versteht, gut verläuft und ob ihr Mädchen danach ein normales Leben würde führen können. Aufatmen ist angesagt und das lange Warten hat ein Ende. Fröhlich und ausgelassen konnte Hirme schon eine Woche nach der schwierigen Operation nach Rust fahren und einige Attraktionen im Europa-Park genießen. Zwar sind die Achterbahnen aufgrund der frischen Narben noch tabu, Hirme hat den Tag im Park trotzdem in vollen Zügen genossen.

Ute Bauermeister