Ausstellungen

2011-2016

Ann Wolff: "Transit"

22. Oktober 2016 – 22. März 2017

Wohin führen sie, all diese Treppen, eingelassen in sanft schimmerndes Glas? Die Künstlerin Ann Wolff bleibt immer in Bewegung, auch mit 80 Jahren. Intensiv widmet sie sich dem Thema Bewegung, sei es einzelner Menschen oder auch Gruppen: Menschen, die unterwegs sind. Sie formt Treppen aus Glas als ein Sinnbild des Lebens an sich: ein Auf und ein Ab, positiv wie negativ, manche Stufen führen in die Zukunft, andere kommen aus der Vergangenheit, von unten gehen wir nach oben oder umgekehrt.

In der Galerie B/Sinzheim werden etwa 20 Skulpturen gezeigt, die eine ganz neue architektonische Umsetzung ihres Themas in „Treppen“ darstellen. Einige Arbeiten aus der vorherigen Schaffensphase, in der sie Menschen und Menschengruppen in Glas formte, sind ebenfalls zu sehen. Seit über 20 Jahren stellt die Galeristin Barbara Koppelstätter Arbeiten von Ann Wolff aus und begleitet deren Entwicklung. Anlässlich des 80. Geburtstags der Künstlerin wird nun diese Einzelschau zu sehen sein.

Ann Wolff ist 1937 in Lübeck geboren, hat eine Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung in Ulm absolviert und danach als Designerin in Schweden gearbeitet. Als eine der ersten hat sich Ann Wolff seit den 1960er intensiv mit Glas als künstlerischem Material beschäftigt und gilt als Pionierin der „Studioglas-Bewegung“. Seitdem hat sie die Faszination des Materials Glas nicht mehr losgelassen. Sie ist beeindruckt von der Transparenz, der Schwere und gleichzeitigen Leichtigkeit. Von 1993 bis 1998 lehrte Ann Wolff als Professorin an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Die Künstlerin ist eine Wandlerin zwischen den Welten und Sprachen und lebt heute in Schweden.
Ihre Treppen sind in Glasblöcken „gefangen“, zwar sichtbar, doch hinter Glas, einem grün oder bläulich schimmernden Glas, wie unter Wasser. Als könne man sie herausmeißeln und begehen, so stehen sie da, fest, sicher, beruhigend und doch: eine Einladung zur Bewegung, zum Betreten. Manche der Treppen sind skulptural aus dem Glas geformt, andere wie versteckt unter Hauben. Eine halbrunde Form ummantelt eine Treppe die hineinführt und wieder hinaus. Ann Wolff spielt subtil mit Perspektiven und Blickwinkeln. Alle Skulpturen wirken von jeder Seite aus verschieden und müssen unbedingt umrundet werden. Das schwedische Wort für Treppe heißt „trappa“, so wurden Ann Wolffs Treppen zu „traps“, englisch für „Fallen“. Auf der kleinen schwedischen Insel Furillen waren ihre Treppen-Skulpturen bereits im Sommer 2015 zu sehen und bildeten einerseits einen spannenden Kontrast zu den verfallenen, rostenden Fabrikgebäude ehemaliger Kalksteinindustrie, die wie vergessene Körper und nutzlose Skelette anmuten, aber auch eine zarte Symbiose mit der Natur. Jetzt werden diese Arbeiten erstmals in Deutschland ausgestellt. Ihre symmetrischen Stufen verlaufen ins Nichts. Ähnlich wie bei M.C. Escher, der seine Treppen als verwirrende Illusion in die Ewigkeit laufen lässt, schafft auch Ann Wolff mit ihren feinfühligen und doch teils imposanten Glasskulpturen eine verwirrende Vielschichtigkeit. Treppen, die sich selbst reflektieren und das mit einer poetischen Funktion. Ann Wolff erhielt zahlreiche internationale Preise, darunter 1977 den bedeutenden Coburger Glaspreis, 1988 den Bayerischen Staatspreis, 2005 den Jurypreis des Toledo Museum of Art, 2008 den Award of Excellence der Smithsonian Renwick Collection Washington USA, 2011 den Europäischen Kulturpreis der Stiftung PRO EUROPA, der erstmals an eine Schwedin ging. Ihre Arbeiten waren weltweit bereits in zahlreichen Einzelausstellungen zu sehen. Die schwedische Königsfamilie besitzt mehrere Werke von ihr.
Ann Wolffs kraftvolle und zugleich sensible Skulpturen sind mal figurative, mal abstrakte Meisterwerke aus farbigem Glas und Transparenz. Gerade die jüngsten Arbeiten bestechen durch Intensität. Man möchte auf diesen Treppen ein Stück des Weges gehen, wohin auch immer er führen mag.

Simon Pasieka: "Träume"

 

November 2016 - Februar 2017

Simon Pasieka sagt: Mich reizt es, provisorische Übergangsrituale in Szene zu setzen. Bleibt es dann nur eine Möglichkeit oder wird es offen ausbrechen ? Mit diesem Schwebezustand spiele ich.

Julius Weiland: "Organische Zellen"

August - November 2016

Julius Weiland arbeitet mit vielen Materialien wie Glas, Kunststoff, Neon oder Video. Seinen Durchbruch schaffte er mit großformatigen Objekten durch das Verschmelzen zahlloser Abschnitte maschinell gezogener Glasröhren, die für die Laborindustrie produziert werden.

Franz Xaver Höller: "Magische Tiefe zwischen zwei Polen"

20. März - 30. September 2016

Die Skulpturen von Franz-Xaver Höller leben von Polarität. Mit dem Glas geht der Bildhauer meisterlich um. Er formt seine Ballons, Schalen und Figuren zu ästhetischen Paaren, schleift und graviert, bis deren besondere Aura besticht. Meist schafft er Paare, die ähnlich scheinen, aber sich in Details unterscheiden. Seine Werke thematisieren die Pole zwischen Chaos und Ordnung, Bindung und Lösung, Einfalt und Vielfalt.

Höller lässt sich dabei von der Natur und dem Menschen inspirieren, der Polarität wie Leben und Tod oder Tag und Nacht. Er formuliert in seinen Glasobjekten  das Bindende und das Trennende. Die Galerie B  widmet ihm eine Einzelausstellung und präsentiert auch mehrere der hauchdünnen und aufwendig bearbeiteten „Ballon“ - Skulpturen. Sie bestechen durch ihre schlichte Klarheit, sind mal zart oder dickwandig und leben durch die meisterhafte Gravur der Oberfläche. Dadurch dass er die Oberfläche bearbeitet, öffnet Höller den Blick für die Tiefe. In Fachkreisen zählt Franz-Xaver Höller inzwischen weltweit zu den besten Künstlern, die mit dem Material Glas umgehen. Nur sehr wenige der unheimlich aufwendigen Arbeiten verlassen jährlich sein Atelier. Im Glasmuseum Frauenau war bis Ende Februar eine große Höller-Retrospektive zu sehen. Einige Arbeiten aus dieser Ausstellung werden nun auch in der Galerie B gezeigt. Franz-Xaver Höller überschreitet Grenzen in seinen Arbeiten und Kontinente bei Reisen. Er hält Workshops in Australien und den USA. Seine Objekte sind unter anderem in der Sammlung des Hokkaido Museums in Japan, im Museum Boymans Rotterdam, in den Kunstsammlungen der Veste Coburg und im Corning Museum of Glass in New York. „Nur Glas und ich und ich und Glas, meine Arbeit ist ein ständiges Suchen und Finden“, so beschreibt es der Künstler selbst. Franz-Xaver Höller ist 1950 geboren und absolvierte an der Glasfachschule in Zwiesel die Ausbildung zum Glasgestalter. 1978 schloss er das Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie in München ab und begann als freischaffender Bildhauer. Seit 1981 lehrt Franz-Xaver Höller an der Glasfachschule in Zwiesel. „Meine keilförmigen Doppelelemente sind auf den ersten Blick schon durch ihr Format definiert, ihre differenzierte Binnengestaltung ist allerdings vielschichtig“, erläutert Höller. Zueinander geneigte Flächen und geritzte Linien sowie Grate ergeben die Formen. Sie wirken angeschnitten, ja abrupt unterbrochen und verweisen auf eine größere Ausdehnung. Man könnte meinen diese Formen finden ihre Fortsetzung entweder im unmittelbar umgebenden Raum, im Pendant oder in sich selbst. Das Keilende beziehungsweise die schmalste Kante spaltet sich und mutiert auf diese Weise zu einem offenen, fragilen Etwas. Der Keil verliert damit sein Selbst. „Diese dialektischen Beziehungen setzen sich nahezu endlos fort und lassen die Paare vielleicht über die Zeit hinaus lebendig bleiben“, reflektiert Höller seine Arbeit. Für Franz-Xaver Höller ist das Glas substanzieller Träger von Form und Inhalt. Es verleiht beiden magische Tiefe.

"Lichtgestalten" - eine Einzelausstellung mit Werken von Aurelia Waßer

21. Juni 2015 - 31. Oktober 2015

Aurelia Waßer ist 1972 in Stuttgart geboren, absolvierte nach dem Abitur eine private Ausbildung der Malerei und begann ihre Laufbahn mit Zeichnungen. Zuerst malte sie Porträts, dann Seelenlandschaften, nach dem Motto der Romantik: male nicht was du siehst, sondern was du in dir siehst! Sanft melancholisch hat Waßer in dunklen, gedeckten Tönen aus Asche, Sägemehl, Bienenwachs und Pigmenten bewegende Bilder geschaffen, die von der Lichtführung an die Landschaftsmalereien von William Turner erinnern. Allerdings sind Aurelia Waßers Landschaften psychologischer Natur. Hier finden sich schon vereinzelt Gestalten, die sie später dann in Skulpturen umsetzt.

Nach den inneren Geographien wendet sie sich seit einigen Jahren vollständig den Skulpturen zu. 2011 entstanden dunkle Gestalten, die „Gefangenen der Nacht“. Das änderte sich im Folgejahr, die Figuren wurden deutlich heller. Sie treten mit ihren weißen Gewändern aus der Dunkelheit ans Licht. Der Titel ist Programm: In ihren Lichtgestalten aus hand¬geschöpften Nepalpapier formt sie hohe, schmale Gestalten, die eigenartig zu leuchten scheinen aus lichtdurchlässigem Papier. Schicht um Schicht legt sie das seidige, transparente, hauchdünne Papier, das eine zarte Schwingung transportiert, übereinander und türmt es über den Glassockel, ohne weitere Stütze, in die Höhe. Dazu taucht sie ihre Hände in einen speziellen Binder und gibt dem Papier in vielen Arbeitsschritten, Wölbungen und Formungen Gestalt. Die Oberfläche gleicht geographischen Phänomenen. Manchmal haben diese Gestalten Hände wie Flügel, ein anders Mal ähneln sie schmalen beinahe körperlosen Wesen ohne Glieder. Das Bindemittel härtet das Papier aus und versiegelt die Oberfläche. Die Skulpturen sind sehr robust und wirken, je nach Lichteinfall, fast wie aus Marmor. Jede Gestalt ist anders, individuell, auch wenn sie nur als Silhouette erkennbar ist. Spannend ist auch der Faltenwurf der Gewänder, der sich ins Offene wendet, in einer Art von Bewegung oder im Tanz. Bei einigen Skulpturen sind in dem Sockel LED Lämpchen angebracht, so dass die Skulpturen geheimnisvoll leuchten. In der aktuellen Einzelausstellung sind sowohl Skulpturen als auch Malerei zu sehen.

Josepha Gasch-Muche: "Kubus"

1. März 2015 - 13. Juni 2015

An den zahllosen, scharfen Ecken und Kanten bricht sich das Licht. Hauchdünne Glassplitter schichtet die Künstlerin Josepha Gasch-Muche zu geometrischen Objekten, die allerdings eher dynamischen Energiefeldern gleichen, denn statischen Kuben. Sie schafft Skulpturen aus Licht und Glas, lebendige kraftvolle Vexierbilder, teils mit samtig seidenen Oberflächen, teils mit blitzend, scharfen Kanten. Licht spielt eine große Rolle bei den Objekten aus Glas von Josepha Gasch-Muche. Die Galerie B, Glas der Gegenwart in Sinzheim/Baden-Baden zeigt vom 1. März 2015 bis zum 13. Juni 2015 unter dem Titel „Kubus“ aktuelle Arbeiten der deutschen Künstlerin.

Josepha Gasch-Muche schichtet hauchdünne Glassplitter übereinander- und nebeneinander bevor sie diese beinahe unsichtbar fixiert. Richtung und Dichte der Schichtungen bestimmen dabei sowohl Struktur als auch Bildordnung des Objektes. Ihren faszinierenden Werken gibt die Künstlerin keine Titel, sondern benennt sie nach dem Entstehungsdatum. Meist schafft sie geometrische Formen: Kreise, Dreiecke oder Quadrate.

In der aktuellen Ausstellung sind vor allem Kuben zu sehen. Die homogene Struktur der Kuben wird durch den Lichteinfall verändert. Wer das Objekt umrundet wird von jeder Seite aus andere Eindrücke bekommen. Dieser bewegliche Moment steht in Kontrast zu der stabilen, geometrischen Form. Das physikalische Phänomen der Lichtbrechung im Glas wird durch die vielen übereinander liegenden Schichten potenziert. Jede kleinste Bewegung des Betrachters um die Objekte herum zieht neue Lichtreflexionen nach sich. Trifft das Tageslicht auf die Glasschichtungen, erwachen die Flächen eindrucksvoll zum Leben. Es ergeben sich intensive dynamische Reflexe. Gasch-Muche variiert jedoch auch die einzelne Form. Ihre Kuben versieht sie mit Öffnungen oder Toren, die besondere Ein- und Ausblicke gewähren. Aus schrägen Kuben werden dynamische Rauten, manchmal ummantelt sie die Form mit der Vielzahl von Splittern als äußere Haut um einen inneren Hohlraum und schafft somit reizvoll - spannende Objekte. Josepha Gasch-Muche ist 1944 im Saarland geboren, studierte Anfang der 1980er Jahre bei Boris Kleint und Günter Swiderski in Saarbrücken und Trier. Sie lebt und arbeitet in Hannover. Zuerst gestaltete sie Strukturbilder mit Draht, Eisenspänen und Graphitstaub auf Holz, Leinwand und Plexiglas. Seit Ende der 1990er arbeitet sie mit dünnem Glas, das in der Industrie zur Herstellung technischer Geräte genutzt wird, zum Beispiel Displays von Handys. Mit einer Spezialzange bricht sie dieses Glas in viele Scherben. Die Splitter schichtet sie dann zu Bildobjekten oder Skulpturen. Heute bestimmt diese Technik in hoher Perfektion ihr Werk. Obwohl Glas ein schweres Material ist, strahlen ihre Objekte große Leichtigkeit aus. Sie erinnern teilweise an kosmische Lichtwolken oder Sternenhaufen im All. Die Künstlerin hat eine neue Methode gefunden die Displaygläser zu zerkleinern, so dass noch dünnere, feine Spitzen entstehen als bisher, da sie die Gläser mit der Zange gebrochen hat. Die filigranen Teilchen wirken wie Eiszapfen oder Fransen, die noch mehr Lichtbrechung ermöglichen. Damit erreicht Gasch-Muche eine weitere Intensivierung der Wirkung. Diese neuen Werke werden ebenfalls zu sehen sein. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin erhielt unter anderem 2006 The Bombay Sapphire Prize – Final Selection, London sowie im selben Jahr den 3. Coburger Glas Preis und 2008 den Bayerischen Staatspreis. In der Kathedrale von Salisbury ist für 2016 eine Gemeinschaftsausstellung mit dem Titel "Reflection" geplant. Josepha Gasch-Muche wird für diesen Ort die größten Skulpturen realisieren, die sie je gemacht hat. Die Glasfenster der Kathedrale spiegeln verschiedene Perioden der Geschichte wieder. Zeitgenössische Glasskulpturen werden in Kontext zu den alten Glasfenstern gestellt.

Susan Liebold und Mari Mészàros: "Gläserne Geschöpfe"

Mai 2014 bis 14. Februar 2015

Susan Liebold, 1977 in Neuhaus am Rennweg geboren, studierte an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design in Halle. Sie lebt und arbeitet in einem alten Gaswerk im waldreichen und hügeligen Thüringen. Der Wald inspiriert sie ebenso wie die Unterwasserwelt der Tiefsee zu ihren gläsernen Skulpturen: mal sind es eher Pilze, mal Quallen oder kleinste biologische Wesen, die sie in bizarren Formen und filigranen Gebilde aus Glas verwandelt und oftmals in mystisches Licht taucht. Die Besonderheit ist, dass sich die Objekte durch den Wechsel zwischen Weißlicht und UV-Licht verwandeln. So erscheinen sie kristallklar oder geheimnisvoll phosphoreszierend.

Aus Ungarn stammt Mari Mészàros, die sich vorwiegend mit weiblichen Körpern und Gesichtern befasst. Meist sind es Körperfragmente, die sichtbare Spuren des Lebens, beziehungsweise der vergehenden der Zeit tragen. Mari Mészàros interessiert sich mehr für den Teil, der das Ganze in sich trägt, als für das Ganze an sich. „Ich verwandle menschliche Körper in Objekte, ein zukünftiges Dokument ihres augenblicklichen Daseins. Dafür verwende ich Glas, da Glas so fragil ist wie der Mensch und so stark wie die Menschheit“, erklärt die Künstlerin. Ihre beeindruckenden Werke hängen an der Wand oder stehen im Raum. Sie verwendet farbiges Glas in zarten Tönen, mal grünliches oder auberginefarbenes Glas. Zuerst fertigt sie einen Gipsabdruck vom Körper, aus dem sie dann ihre Glasskulptur in der Fusing-Technik schafft, dabei wird Glas auf einer Gipsschamottform geschmolzen: glassy bodys, gläserne Körper, fein und zerbrechlich, doch auch stark und kompakt.

Skulpturen von Ann Wolff, Bernard Dejonghe und Jens Gussek

16. November 2013 - bis 30. April 2014
Die Galerie B präsentiert Arbeiten der drei internationalen Künstler Ann Wolff, Bernard Dejonghe und Jens Gussek unter dem Titel „Einblicke – Zeitgenössisches Glas“.
Dabei eröffnen sich Einblicke im doppelten Sinne: zum einen in das Material Glas an sich, zum anderen geben die Arbeiten Einblicke in die internationale, zeitgenössische Kunst aus Glas. Ob klare, geometrische Formen oder bewegte, emotionale Figuren, bei aller Vielfalt vereint diese drei Künstler der Umgang mit einem besonderen Material, dem Glas, den sie bestens beherrschen. Mal transparent, farbig, dann wieder massiv, glatt oder rau, das Spektrum der ausgestellten Werke ist groß und faszinierend.

Masayo Odahashi: "Entrance to the inner world"

26. Mai bis 25. September 2013

Die Galerie B zeigt neue Arbeiten der Künstlerin Masayo Odahashi. Sie ist 1975 in Mie geboren. Die Präfektur Mie liegt im Zentrum der japanischen Inselkette, auf der Pazifikseite, zwischen Osaka und Kioto im Südwesten und Nagoya im Nordosten. Masayo Odahashi fasziniert die Menschen mit der Ausdrucksweise ihrer Skulpturen. Sie wirken meditativ, nach innen gekehrt und strahlen große Ruhe und Kraft aus.

Oft sitzen sich Paare gegenüber, in schmalen, kleinen Booten oder auf Sockeln. Für Masayo Odahashi ist es jedoch immer eine Person im Spiegelbild, zwei Seiten des Lebens, zwei Seiten einer Persönlichkeit. Ihre Kunstwerke sind Kommunikation ohne Worte. „Ich finde oft viele verschiedene Inspirationsquellen im Alltag und sammle sie in meinem Gedächtnis. Das können Farben oder Formen sein, alte Sachen oder Erfahrungen, Erinnerungen, die wir alle teilen, die aber nicht immer bewusst wahrgenommen werden. Dies alles steht am Beginn meiner künstlerischen Ausdrucksweise. Ich wähle davon Einiges aus und kombiniere es, bevor ich daraus schließlich ein Kunstwerk kreiere. Für mich ist das eine Art und Weise meine Lebenseinstellung zu teilen. Meine Objekte aus Glas sind eine Möglichkeit ohne Worte und darüber hinaus miteinander zu kommunizieren,“ sagt Odahashi. Vorwiegend in einem Studio in Kanazawa entstehen ihre faszinierenden Pate-de-Verre Arbeiten, die Menschen aus aller Welt von unterschiedlichen Kulturen begeistern. Mädchen, nachdenklich und fast meditierend, junge Frauen mit hochgestecktem Haar oder seitlich gewelltem, flügelgleichem Haarpracht, die teilweise wie Engel aussehen. Und dann die Dualität: das Mädchen und der Hase gegenüber in einem Boot, der Mann und der Hase. Sie erzählt vom Märchen mit dem weißen Hasen und von den Fahrten mit ihren Eltern zum Ise-Schrein, dem höchsten japanischen Heiligtum, zu dem jährlich etwa sechs Millionen Menschen pilgern.
Diese junge Künstlerin hat ihre Handschrift gefunden. Ihr großes Thema ist Balance und der Weg ins Innere eines jeden Menschen. Das Innere hat immer Priorität, es geht darum, zur Ruhe und zu sich selbst zu kommen. In ihrem Heimatland wird viel meditiert, für Odahashi könnte man daher die Meditation durchaus als Leitfaden ihrer künstlerischen Arbeit sehen. Zu Beginn hat diese außergewöhnliche Künstlerin überwiegend mit Klarglas gearbeitet, das sie nachträglich bemalt oder emailliert. Die jüngeren Objekte sind farbiger, hier verwendet sie auch schon farbiges Glas, zum Beispiel für die Haarkränze. Kleid und Frisur haben ebenfalls eine besondere Bedeutung: streng, schlicht und an den Körper geschmiegt, führen auch sie die Energien nach innen. Wie bei dem Mädchen auf dem Sockel, das einen ganz feinen, geschlossenen Reifen in der Hand hält. Der Titel dieser neuen Arbeit: „Entrance to the inner world“ bestätigt erneut die Beschäftigung mit den inneren Werten, die unser Wesen ausmachen. Dagmar Brendstrup, die Direktorin des  Glasmuseums Ebeltoft sagt über Odahshis Werk: „Diese meditativen kleinen Skulpturen machen großen Eindruck auf alle, die sie sehen. Sie erzeugen eine intensive Nähe und laden den Betrachter zum Reflektieren ein.“ Masayo Odahashi ist mit zahlreichen Preisen geehrt worden, unter anderem mit dem Internationalen Glaspreis von Kanazawa.

Die Faszination der alten Materie Glas ist in Sinzheim/Baden-Baden in den abstrakten und figurativen Arbeiten neu zu entdecken: transparent wie Nichts oder lichtundurchlässig, glänzend wie poliertes Silber oder rau wie Sandstein: Geheimnisvoll schimmernde, vielfältige Kunst, die einen nicht so schnell wieder loslässt.

Erwin Eisch - Paolo Martinuzzi - Ann Wolff

12. November 2012 -  31. März
verlängert bis 14. Mai 2013

Zum Jubiläum "20 Jahre Galerie B" werden Arbeiten der „Stammkünstler“ in wechselnden Gruppenausstellungen präsentiert und somit auch die vielen Facetten zeitgenössischer Kunst aus Glas sichtbar.

Drei Pioniere der Glaskunst beenden den Jubiläumsreigen. Glas verbindet sie alle, aber ihre Ausdrucksformen sind sehr verschieden. Vom 12. November 2012 bis zum 14. Mai 2013 werden Objekte aus Glas von drei renommierten Pionieren der Glaskunst gezeigt: Erwin Eisch – Paolo Martinuzzi – Ann Wolff. Alle drei sind Wegbereiter der zeitgenössischen Kunst aus Glas.

Der Künstler Erwin Eisch war einer der Mitbegründer der Studioglasbewegung, die 1962 in Amerika ihren Anfang nahm. Als Vorreiter dieser Bewegung etablierte er Glas als Kunstmedium in Europa. Die Studioglasbewegung ermöglichte es den Künstlern erstmals Glas selbst in kleinen Öfen zu brennen und damit als Material für ihre Werke zu verwenden, unabhängig von den großen Öfen und Glashütten. Erwin Eisch wurde 1927 in Frauenau im Bayerischen Wald in eine Glasmacher-Familie geboren. Als Glaskünstler von Weltrang hat Eisch einem der ältesten Werkstoffe immer wieder neue Formen und Inhalte buchstäblich „eingeblasen“. Inzwischen steht die Malerei im Vordergrund, die ihn jedoch neben den Skulpturen und Objekten aus Glas immer schon beschäftigt hat. Mal figurativ, mal abstrakt verwischen sich bei Eischs Werk die Grenzen.

Auch Ann Wolff machte als eine der Gründerinnen der internationalen Studioglasbewegung bereits Ende der 60er Jahre weltweit auf sich aufmerksam. In ihrer 50 Jahre langen Karriere hat die Bildhauerin immer wieder Werke geschaffen, die zum Nachdenken anregen. Jetzt wurde die 1937 in Lübeck geborene und lange in Schweden lebende Künstlerin in Straßburg mit dem europäischen Kulturpreis für ihr Gesamtwerk geehrt. Sie hat sich ein Leben lang mit dem Material Glas beschäftigt. Weiblichkeit und Behausung sind immer wieder Themen, die bei ihr eine große Rolle spielen. Meist sind ihre Objekte einfarbig, oft in warmen Erdtönen gehalten. Sie strahlen Ruhe und Kraft aus. Ann Wolff hat das Glas in verschiedenen Aggregatszuständen bearbeitet, geformt, gegossen, bemalt. Mal kamen dabei abstrakte Objekte heraus, mal Figuren, die Geschichten erzählen.

Paolo Martinuzzi, ebenfalls einer der Pioniere in Sachen Glaskunst, ritzt Figuren auf Klarglas. Manchmal verwendet er alte Fensterscheiben und graviert darauf Menschen.  Immer steht der Mensch im Mittelpunkt seiner Arbeit. Seine Gesichter und Figuren erzählen Bände. Martinuzzi, der im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, kombiniert frei geblasene Glasformen, die er mit dem Stahlstift graviert. Diese Objekte stellt er auf Sockel aus Eisen und Holz. Die Werke des Venezianers, der seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und Italien pendelt, gelten in ihrer Strenge als Antwort auf manche Auswüchse in Murano.

Die Galerie B, Glas der Gegenwart in Sinzheim/Baden-Baden präsentiert vom 12. November 2012 bis 31. März 2013 neue Arbeiten dieser drei Künstler.

Josepha Gasch-Muche - Franz Xaver Höller - Julius Weiland

7. April 2012 – 7. Juli 2012

Zum Jubiläum "20 Jahre Galerie B" wird es dieses Jahr erstmals keine Einzelausstellungen geben. Vielmehr werden Arbeiten der „Stammkünstler“ in wechselnden Gruppenausstellungen präsentiert und somit auch die vielen Facetten zeitgenössischer Kunst aus Glas sichtbar.
Drei Künstler aus Deutschland eröffnen den Jubiläumsreigen, bei dem alle zwei bis drei Monate eine kleine Gruppe von Künstlern aus der Galerie B vorgestellt werden. Glas verbindet sie alle, aber ihre Ausdrucksformen sind sehr verschieden. Den Anfang machen Josepha Gasch-Muche, Franz Xaver Höller und Julius Weiland.

Hauchdünne, gesplitterte Glasflächen schichtet Josepha Gasch-Muche auf Leinwände oder feste Untergründe. Die Künstlerin verarbeitet tausende von kleinen Display-Gläsern in faszinierende Kunstwerke. Unterschiedlicher Lichteinfall verändert die Objekte immer wieder aufs Neue.

Josepha Gasch-Muche ist 1944 geboren, hat Anfang der 80er Jahre bei Boris Kleint und Günter Swiderski in Saarbrücken und Trier ihr Kunststudium absolviert. Dabei konzentrierte sie sich zunächst im Wesentlichen auf das Zeichnen und Radieren. Nebenbei übten aber auch Abfallmaterialien aus Handwerk und Industrie eine starke Faszination auf sie aus. So gestaltete sie mit Drahtresten, Eisenspänen und Graphitstaub Strukturbilder auf Holz, Leinwand und Plexiglas. Der Kontakt mit den hauchdünnen Displaygläsern war dann gegen Ende der 90er Jahre eher Zufall. Heute bestimmt diese Technik in hoher Perfektion das Werk von Josepha Gasch-Muche. Geometrische Formen wie Quadrat und Pyramide stehen dieses Mal im Zentrum.

Franz Xaver Höller schafft sehr oft mehrteilige Objekte, meist Paare. Der 1950 geborene Künstler gilt international als einer der Meister der Glasgravur und des Schliffs. Polarität bestimmt unser Leben: Tag - Nacht, Leben - Tod, das Verbindende - das Trennende, davon lässt sich Höller inspirieren. Er reizt mit seiner Technik die Grenze des Materials aus, lässt es an manchen Stellen Millimeter dünn stehen, am Rande der Zerbrechlichkeit, wie bei seinen Ballons. Filigrane Wellen, Knicke und Falten scheinen seine Objekte in Bewegung zu halten. Feine Poren und Risse durchziehen die Oberfläche. Neue rote Objekte, flache Teller und Ballons werden zu sehen sein.

Julius Weiland nutzt für seine Skulpturen unterschiedliche Materialien wie Glas, Kunststoff und Neonfarben. Seinen Durchbruch schaffte er mit großformatigen Objekten durch das Verschmelzen zahlloser Abschnitte maschinell gezogener Glasröhren, die eigentlich für die Laborindustrie produziert werden. Weiland ist 1971 in Lübeck geboren. Er studierte Industrie-Design an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Ann Wolff und Katsuhito Nishikawa. Während des Studiums absolvierte er ein Praktikum in der schwedischen Glasindustrie und erhielt ein Stipendium an der Pilchuck Glass School in Seattle. Er schafft Objekte mit erstaunlicher Variationsbreite, die Chaos und Ordnung thematisieren. Sie bauen auch zueinander und untereinander eine große Spannung auf. Seine farbigen Klarglasobjekte von pink bis neon wachsen als echte Hingucker organisch in die Höhe.

Rund 20 filigrane Objekte aus Glas, teils in schwarz-weiß, teils in kräftigen Farben werden in dieser Gruppenausstellung in der Galerie B zu entdecken sein.

Ann Wolff: "Live"

17. Oktober 2011 bis 31. März 2012

Die Künstlerin Ann Wolff versteht es, die Besonderheiten des Materials Glas zur Geltung zu bringen: Kontur, Oberfläche, das Verhältnis von Innen und Außen, das Durchdringen der Schichten und Formen gewinnt hier neue Bedeutung. Einer verborgenen Spur folgend macht sie innere Landschaften sichtbar.

Die Galerie B, Glas der Gegenwart in Sinzheim/Baden-Baden zeigt unter dem Titel „LIVE“ vom 17. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012 aktuelle Arbeiten der Künstlerin.

Was steckt hinter der Maske? Diese Frage stellt sich Ann Wolff immer wieder seit Jahren. In ihrer Arbeit „April“ zeigt sie zarte Konturen eines Gesichtes in einen goldbraunen Glasblock gegossen. Die Psychologie hinter der Fassade ist immer wieder Thema ihrer Arbeiten. Aufgrund der Vielschichtigkeit, der Farben, des Volumens und der spannungsreichen Formgebungen laden die Skulpturen zum meditativen Betrachten ein.

Ann Wolff machte als eine der Gründerinnen der internationalen Studioglasbewegung bereits Ende der 60er Jahre weltweit auf sich aufmerksam. In ihrer 50 Jahre langen Karriere hat die Bildhauerin immer wieder Werke geschaffen, die zum Nachdenken anregen.  Gerade das Material Glas wirkt einerseits transparent andererseits doch als feste Masse. Die Möglichkeit des Durchschimmerns verstärkt die sinnliche Wahrnehmung. Kein anderes Material kann man gleichzeitig anschauen und durch schauen. Die Künstlerin hat sich ein Leben lang mit dem Material Glas beschäftigt. Durch Glas hat sie der Welt Einblicke in ihre ästhetische Empfindsamkeit gewährt und sehr homogene Objekte geschaffen. Weiblichkeit und Behausung sind immer wieder Themen, die bei ihr eine große Rolle spielen. Meist sind ihre Objekte einfarbig, oft in warmen Erdtönen gehalten. Sie strahlen Ruhe und Kraft aus. Ann Wolff wollte mehr als geformte Oberflächen, sie hat das Glas in verschiedenen Aggregatszuständen bearbeitet, geformt, gegossen, bemalt. Mal kamen dabei abstrakte Objekte heraus, mal Figuren, die Geschichten erzählen. Was macht mich stark? Wann ist etwas Kunst? All solche Fragen beschäftigen Ann Wolff für die auch Bewegung und Tanz wichtig sind. Im Tanztheater durfte sie Proben mit  Pina Bausch erleben, machte Skizzen und formte davon ausgehend Glasobjekte. In der Galerie B sind hauchzarte Zeichnungen und Arbeiten aus Glas dieser außergewöhnlichen Künstlerin zu sehen. Ann Wolff ist 1937 in Lübeck geboren, hat eine Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung in Ulm absolviert, danach als Designerin in Schweden gearbeitet. Von 1993 bis 1998 lehrte Ann Wolff als Professorin an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Sie arbeitet heute als freie Künstlerin in Schweden und Berlin. Die schwedische Königsfamilie hat mehrere Arbeiten von Ann Wolff erworben. Sie erhielt zahlreiche internationale Preise, darunter 1977 den bedeutenden Coburger Glaspreis, 1988 den Bayerischen Staatspreis, 2005 den Jurypreis des Toledo Museum of Art, 2008 den Award of Excellence der Smithsonian Renwick Collection Washington USA. Ihre Arbeiten waren weltweit bereits in zahlreichen Einzelausstellungen zu sehen.

Toots Zynsky: "Objekte aus feinsten Glasfäden"

17. April - 31. August 2011
verlängert bis 30. September 2011

Die Methode ist einzigartig: Die amerikanische Künstlerin Toots Zynsky zieht hauchdünne Glasfäden mit einer selbstgebauten Maschine. Acht Kilometer und mehr werden in einem einzigen Werk verarbeitet. „Die Fäden werden in leuchtenden Farbkombinationen zusammengelegt, in der Fusingtechnik zusammengeschmolzen und schließlich in mehreren Vorgängen abgesenkt“, erläutert Galeristin Barbara Koppelstätter, die bei Baden-Baden mit der Galerie B eine der führenden europäischen Galerien mit dem Schwerpunkt Glas der Gegenwart betreibt.

Bereits zum vierten Mal zeigt die aus Boston stammende Künstlerin ihre Objekte nun in der Galerie B, eine der wenigen ständigen Stationen in Europa. Diesmal sind auch ganz neue hoch gewachsene Objekte zu sehen. Teilweise erinnern diese Arbeiten an Blütenkelche. Die 1951 geborene Künstlerin legt besonderen Wert auf die Farbkombinationen. Ihre farbenprächtigen Kunstwerke strahlen eine große Intensität und Magie aus. Der Siegeszug von Toots Zynskys Schalenobjekten ist nicht zu bremsen. Ob Paris, London, Venedig oder New York die Glasfaden-Objekte von Toots, wie sie von ihren Freunden kurz genannt wird, sind stark gefragt. Arbeiten von Toots Zynsky befinden sich weltweit in den Sammlungen großer Museen in den USA, Japan, Australien, Frankreich oder der Schweiz. Auch in Deutschland besitzen etwa die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, das Kunstmuseum Düsseldorf oder das Württembergische Landesmuseum in Stuttgart herausragende Werke der Amerikanerin. Selbst so berühmte Leute wie Hillary Clinton und Elton John zählen zu ihren Fans. Der internationale Glasexperte Dan Klein aus London fühlte sich beim Anblick der Objekte von Toots an das Gefieder exotischer Vögel erinnert und spricht begeistert von der Intensität der Farbe und dem Rhythmus der Form bei den Objekten: „Man empfindet Bewegung, wo keine ist und man hört Musik, wo Stille herrscht. Das sind die Magie und Wirklichkeit der Toots Zynsky.“ Inspirieren lässt sich die Künstlerin unter anderem durch ihre Reisen nach Italien und das dort so berühmte Murano Glas. Zwar ähneln ihre Objekte den Vasen, sind aber nicht als Gebrauchsgegenstände gedacht: zu filigran, zu besonders sind die gefalteten Formen. Fast erinnern sie an gemalte Gewänder mit grandiosen Faltenwürfen. Mal nutzt Zynsky mehrere verschiedene Farben und bringt diese in einem Objekt mit beinahe malerischen Duktus unter: da streift ein tiefes Lila das lodernde Orange, das wiederum in ein helles, aufgewecktes Blau zu fließen scheint, aus dem ein klares Gelb hervorleuchtet. Spielerisch drückt sich ein Grün an deren Seite, während sich das Lila ganz sanft abstuft: diese Farbspiele erfreuen die Sinne des Betrachters ebenso wie die schwungvollen Formen, die eine gewisse Bewegung einfangen. Andere Objekte dagegen breiten fächerartig das gesamte Spektrum einer einzelnen Farbe auf: eine Ode an Blau oder Grün. Alle Objekte betören durch ihre Feinheit und Eleganz.